<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
	<channel>
		<atom:link href="https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/x5feed.php" rel="self" type="application/rss+xml" />
		<title><![CDATA[Predigtnachgespräch]]></title>
		<link>https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/</link>
		<description><![CDATA[Wir veröffentlichen immer wieder aktuelle Predigten und laden ein, hier dazu ins Gespräch zu kommen!]]></description>
		<language>DE</language>
		<lastBuildDate>Sun, 15 Aug 2021 01:19:00 +0200</lastBuildDate>
		<generator>Incomedia WebSite X5 Evo</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Himmel ist in mir. In mir ist etwas, das die Welt übersteigt. ]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/index.php?category=Predigt"><![CDATA[Predigt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001B"><div><span class="fs16lh1-5">Lutherübersetzung Epheser 2: Das neue Leben als Geschenk</span><br><span class="fs16lh1-5"> 1 Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr früher gewandelt seid nach der Art dieser Welt, unter .... dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den</span><i><span class="fs16lh1-5"> Kindern des Ungehorsams</span></i><span class="fs16lh1-5">.(</span><i><span class="fs16lh1-5">... etwa</span></i><span class="fs16lh1-5"> </span><i><span class="fs16lh1-5">die nur an ihr Vorankommen denken oder die andere Menschen übervorteilen oder die foltern oder töten???)</span></i><span class="fs16lh1-5"> ...4 Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat,5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr gerettet –; 6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus,7 damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. 8 Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. 10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.</span><br><span class="fs16lh1-5"> </span><u><span class="fs16lh1-5">Übersetzung nach Hoffnung für alle</span></u><span class="fs16lh1-5">:1 Aber wie sah euer Leben früher aus? Ihr wart Gott ungehorsam und wolltet von ihm nichts wissen. In seinen Augen wart ihr tot.2 Ihr habt gelebt, wie es in dieser Welt üblich ist, ...</span><br><span class="fs16lh1-5"> .4-5 Aber Gottes Barmherzigkeit ist groß. Wegen unserer Sünden waren wir in Gottes Augen tot. Doch er hat uns so sehr geliebt, dass er uns mit Christus neues Leben schenkte. Denkt immer daran: </span><br><span class="fs16lh1-5"> Diese Rettung verdankt ihr allein der Gnade Gottes.6 Er hat uns mit Christus vom Tod auferweckt, und durch die Verbindung mit Christus haben wir schon jetzt unseren Platz in der himmlischen Welt erhalten.7 So will Gott in seiner Liebe, die er uns in Jesus Christus erwiesen hat, für alle Zeiten die überwältigende Größe seiner Gnade zeigen.8 Denn nur durch seine unverdiente Güte seid ihr vom Tod gerettet worden. Das ist geschehen, weil ihr an Jesus Christus glaubt. Es ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk.9 Durch eigene Leistungen kann ein Mensch nichts dazu beitragen. Deshalb kann sich niemand etwas auf seine guten Taten einbilden.10 Was wir jetzt sind, ist allein Gottes Werk. Er hat uns durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Damit erfüllen wir nun, was Gott schon im Voraus für uns vorbereitet hat.</span><b></b></div> &nbsp;<div><b><span class="fs16lh1-5">Liebe Gemeinde</span></b><span class="fs16lh1-5">,</span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5">mir fällt auf, dass es heutzutage zahlreiche Lebensberater und Lebensberaterinnen gibt. Es gibt sie, weil viele Menschen danach fragen: Wie kann ich bewusster leben? Oder: Wie finde ich mein Glück? Oder: Welchen Sinn kann ich entdecken, obwohl ich Schweres erlebt habe bzw. erlebe oder mich auf Erkrankungen einstellen muss oder ungerecht behandelt werde? Diese Suche nach bewusster leben ist kein Phänomen aus den letzten fünf oder zehn Jahren, sondern hat eigentlich schon begonnen vor 50 Jahren. Mit der Generation der 68er. Für diese Generation war es nicht mehr unangenehm, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Man wollte persönlich freier werden, unabhängiger gegenüber Autoritäten wie den eigenen Eltern, Lehrern, Ärzten, Vorgesetzten.</span><span class="fs16lh1-5"> &nbsp;</span><span class="fs16lh1-5">Man las Bücher von Lebensberatern wie zum Beispiel dem Psychologen Peter Lauster, der in den achtziger und neunziger Jahren sehr bekannt wurde. Sein Ansatz war: Denke nicht nur über dich nach, sondern fühle dich intensiv. Mit der Jahrtausendwende wurden Vorträge von Anselm Grün und Eckhart Tolle in großen Versammlungen gehört … bis in unsere Tage hinein. Nächstes Jahr kommt Anselm Grün ja auch zu uns. Und besonders in den letzten zehn Jahren spielt das Internet eine immer bedeutendere Rolle. Podcasts werden angeklickt, also Videoaufnahmen von Lebensberaterinnen und Lebensberatern wie zum Beispiel Veit Lindau. Menschen suchen Beratung und Orientierung, weil sie nicht mehr einfach leben wollen, wie man halt so lebt. Es ist ein Aufbruch in ein bewussteres Leben. Weg vom Mainstream, also weg von einem Leben mit viel Arbeit und viel Konsum ohne eigentliche Besinnung: Was brauche ich wirklich wirklich?</span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5">Ich finde diese Entwicklung wunderbar. Und obwohl ich ja selbst in gewisser Weise ein Lebensberater bin, - jede Predigt hebt ja immer aus einem je anderen Blickwinkel hervor, was uns von Gott her mit Sinn erfüllt -, obwohl das so ist, lerne ich gern was von Lebensberatern aus aller Welt. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich. Man kann so viel Inspiration aufnehmen. Denn tatsächlich ist ja unser Mainstream-Lebensstil mit Arbeit und Konsum einfach zu einseitig, flach und dumpf.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5">Der Schreiber des Epheserbriefes bezieht sich auch auf den Mainstream, den Mainstream-Lebensstil seiner Zeit. Er nennt ihn den </span><i><span class="fs16lh1-5">Geist, nach der Art dieser Welt zu wandeln</span></i><span class="fs16lh1-5">. So übersetzt Martin Luther. In der Bibelausgabe „Hoffnung für alle“ heißt es, </span><i><span class="fs16lh1-5">leben, wie es in dieser Welt üblich ist</span></i><span class="fs16lh1-5">. Der Verfasser des Briefes an die Epheser bewertet diese Art Lebensstil als sündig und behauptet: Wer lebt, wie es in dieser Welt üblich ist, lebt doch gar nicht frei und lebendig, sondern viel zu unbewusst und wie ein lebender Toter.</span><br><span class="fs16lh1-5"> </span><br><span class="fs16lh1-5"> Solche Wertung ist natürlich starker Tobak. Darf man sich so weit aus dem Fenster lehnen und von lebenden Toten sprechen? Ich möchte uns ein anderes Bild anbieten, welches ich nicht als so schroff empfinde. Aber welches klarmacht: Wer nicht bewusst lebt, sich nicht fragt, was will ich wirklich wirklich, diejenige oder derjenige kommt mir so vor wie ein noch Schlafender. Anselm Grün, Eckhart Tolle, Veit Lindau würden wahrscheinlich sagen: Derjenige oder diejenige ist noch nicht erwacht. Peter Lauster hätte geschrieben: Sowohl im Denken als auch im Fühlen ist derjenige oder diejenige noch nicht bei sich selbst angekommen. Und weil Lauster zwar kein kirchlicher, aber spirituell-gläubiger Psychologe ist, würde er wohl ergänzen: Nicht bei sich selbst angekommen und auch noch nicht in tiefe Beziehung getreten zum Göttlichen.</span><br><span class="fs16lh1-5"> </span><br><span class="fs16lh1-5"> Noch nicht in tiefe Beziehung getreten zum Göttlichen. Der Verfasser des Epheserbriefes würde diese letzte Bemerkung umdrehen: Gott ist in seiner Liebe schon längst mit uns in Beziehung getreten. Nämlich durch Jesus, den Christus. Und mit der Taufe haben wir seinen Geist empfangen. Leben wir ein neues Sein, ein anderes Leben in diesem Geist. Wir sind keine Schlafenden mehr, wir sagen dem Mainstream-Lebensstil adé.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5"> </span><br><span class="fs16lh1-5"> Aber verhält es sich so tatsächlich?</span><br><span class="fs16lh1-5"> </span><br><span class="fs16lh1-5"> Die Antwort lautet deutlich: Ja, das verhält sich so. Es ist ja auch unsere Erfahrung. Dazu sage ich gleich mehr. Aber die Antwort lautet auch: Nein, wir alle tragen einige Päckchen mit uns herum. Wie damit umgehen? Dazu auch mehr nachher.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5">Erst einmal möchte ich betonen, dass wir ja Aufgewachte sind und dem Mainstream-Lebensstil adé sagen.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5">Uns ist ja lange schon bewusst, dass es im Leben darauf ankommt, auch kritisch zu denken und zu fühlen, was wir wirklich empfinden, wie Peter Lauster empfiehlt. Und das tut uns gut. Darüber hinaus orientieren wir uns nicht daran, was man von uns heutzutage erwartet. Wir haben ja ein eigenes Standing. Uns ist wichtig, so zu leben, wie uns das Vertrauen auf Gott in Christus inspiriert. Dieses Vertrauen spiegelt unser erneuertes Bewusstsein wider, unsere andere Identität. Der Verfasser des Briefes an die Epheser würde von einem himmlischen Bewusstsein sprechen. Er schrieb: Gott hat uns mit Christus lebendig gemacht … Und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus. Die Bibel „Hoffnung für alle“ übersetzt: Gott "hat uns mit Christus vom Tod auferweckt, und durch die Verbindung mit Christus haben wir schon jetzt unseren Platz in der himmlischen Welt erhalten“. Dieses himmlische Bewusstsein verändert, was wir tun und wie wir eine Lösung für unsere Welt sind und nicht das Problem für diese Welt. Dies ist sehr schön beschrieben in dem Lied: Wo Menschen sich vergessen. Die zweite und dritte Strophe lauten: Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Friede werde unter uns. Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Friede werde unter uns. - Mehr geht nicht für uns. Und das ist wunderbar.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5">Aber: Wir tragen alle unsere Päckchen mit uns herum. Und das hat zur Folge (ich sag es mal aus meiner Sicht): Ich habe nicht die Kraft, die Liebe zu bedenken in jeder Situation. Oder mir fehlt die Einsicht, mich zu verbinden mit allen Menschen, die mir begegnen, und meine Vorurteile oder Ängste zu überwinden, die ich ja auch in mir trage. Aber trotzdem möchte ich bewusster leben. Mit einem himmlischen Bewusstsein Himmel und Erde verbinden. So gut ich es eben kann. Ich stelle mir vor, so geht es Ihnen auch.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5">Und hier kommen für mich Lebensberater und Lebensberaterinnen wieder ins Spiel wie Peter Lauster, Veit Lindau oder Anselm Grün. Anselm Grün schrieb 1992 zu unserem heutigen Predigttext aus dem Brief an die Epheser, was uns hilft. Was uns hilft, mit unseren Päckchen umzugehen und mehr bei uns selbst zu sein und bei unseren Mitmenschen. Ich zitiere Anselm Grün: „Ich, der ich jetzt dasitze und meinen Verstand zum Schweigen bringe, ich bin im Innersten in den Himmel versetzt. Der Himmel ist in mir</span><span class="fs16lh1-5">. In mir ist etwas, das die Welt übersteigt. Die ewige Heimat“ berührt jetzt schon mein Herz. "Wenn ich das 'koste und schmecke' als die eigentliche Wirklichkeit, dann relativiert sich vieles, dann fällt die Sorge (weg) um mich und meine Gesundheit, die Sorge um Erfolg und Bestehenkönnen ... . Dann ist nicht mehr wichtig, was die anderen von mir denken. Dann erfahre ich mitten im Trubel meines Lebens eine tiefe innere Ruhe, dann ist mein Herz angekommen bei Gott und in Gott kommt es wirklich zur Ruhe, da kann alles andere schweigen. Und in diesem Schweigen berühre ich die eigentliche Wirklichkeit, Gott selbst als den, um den all mein Sehnen letztlich kreist.“</span></div> &nbsp;<div><br><span class="fs16lh1-5"> Ich kann das fast alles unterschreiben. Ich habe zwar immer wieder mal Sorge um mich und meine Gesundheit. Aber ich giere nicht nach Erfolg und Bestehenkönnen. Ich kann loslassen, was andere von mir denken und fühle mich frei. Da ist eine große Gelassenheit in mir und auch Ruhe; das Wort Friede ist vielleicht passender als Ruhe. Ich bin im Frieden mit mir, weil Gottes Liebe und Güte in meinem Herzen ruhen. Dieser Friede schenkt mir eine innere Klarheit, was ich mit meinem Leben wirklich will in der mir verbleibenden Zeit.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5">Ich habe dies für mich auf den Punkt gebracht anhand einer Anregung, die der Lebensberater Veit Lindau mal in einem seiner Vorträge im Internet gegeben hat. Er meinte: Stell dir vor, du triffst Gott. Er bietet dir an: "Du hast einen Wunsch frei; den werde ich dir erfüllen. Du musst nur bereit sein, alle anderen Wünsche hintenan zu stellen. Was würdest du dir dann wünschen?" Ich habe diese Vorstellung schon einmal hier im Gottesdienst angesprochen. Mein innigster Wunsch ist: Bleibe bei mir, Gott. Ich möchte aus der Beziehung zu dir leben. Der nächste Gedanke dazu ist ein Versprechen gegenüber Gott: Um deinetwillen und meinetwillen möchte ich ein wahrhaft liebender Mensch sein. Ich möchte mich verschenken mit Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Liebe und Offenheit.....so gut ich es eben vermag. Und der Friede in mir sagt: So gut ich es eben vermag. Das ist auch genug! </span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs16lh1-5">Liebe Gemeinde, es ist ein große Gnade, dass wir solchen Frieden in uns empfinden können. Oder dass wir ihn für uns suchen. Wer wünscht und sucht, findet. Denn der Himmel ist bereits in uns, wie Anselm Grün uns mit dem Epheserbrief zuspricht. Der Himmel ist bereits in uns. Amen</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 14 Aug 2021 23:19:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/files/photo_2021-08-22_01-01-38--2-_thumb.jpg" length="66877" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/?der-himmel-ist-in-mir--in-mir-ist-etwas,-das-die-welt-uebersteigt--</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/rss/00000001B</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Was sind die vier Dinge, um die wir uns kümmern sollten?]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001A"><div><span class="fs14lh1-5 ff1">Jesus Sirach 14, 5.11-17:</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">5 „</span><span class="fs14lh1-5 ff1">Wer sich selbst nichts Gutes gönnt, was sollte der andern Gutes tun?</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">… 11 Mein Kind, tu dir selbst soviel Gutes an, wie du kannst, und gib</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">dem Herrn die Opfer, die ihm gebühren. 12 Bedenke, dass der Tod nicht</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">auf sich warten lässt und dass du keinen Vertrag mit dem Tod hast. 13</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">Tu dem Freund Gutes noch vor deinem Ende, und gib den Armen nach</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">deinen Kräften. 14 Versäume keinen fröhlichen Tag, und lass dir die</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">Freuden nicht entgehen, die dir beschieden sind. 15 Denn du musst</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">doch alles, was du sauer erworben hast, andern lassen … . 16 Schenke</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">und lass dich beschenken, 17 und gönne dir, was dir zusteht; denn wenn</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">du tot bist, so hast du nichts mehr davon.... .</span><span class="fs14lh1-5 ff1">“ (Lutherbibel)</span><br><br><br></div><div></div><div><b><span class="fs12lh1-5 ff1">Geheimnis d.</span></b></div><div><b><span class="fs12lh1-5 ff1">Daseins:</span></b></div><div><b><span class="fs12lh1-5 ff1">achtsam den</span></b></div><div><b><span class="fs12lh1-5 ff1">Moment</span></b></div><div><b><span class="fs12lh1-5 ff1">leben</span></b></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">12 Bedenke, dass der Tod nicht auf sich warten lässt</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">und dass du keinen Vertrag mit dem Tod hast.</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">15 Denn du musst doch alles, was du sauer erworben</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">hast, andern lassen … .</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">17 und gönne dir, was dir zusteht; denn wenn du tot</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">bist, so hast du nichts mehr davon.... .“</span></div><div><b><span class="fs12lh1-5 ff1">Selbstliebe </span></b></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">11 Mein Kind, tu dir selbst soviel Gutes an, wie du</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">kannst,</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">14 Versäume keinen fröhlichen Tag, und lass dir die</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">Freuden nicht entgehen, die dir beschieden sind.</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">16 ...und lass dich beschenken</span></div><div><b><span class="fs12lh1-5 ff1">Nächstenliebe </span></b></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">16 Schenke...13 Tu dem Freund Gutes noch vor deinem Ende, und gib den Armen nach deinen Kräften.</span></div><div><b><span class="fs12lh1-5 ff1">Gottesliebe</span></b></div><div><span class="fs14lh1-5 ff2">11 und gib dem Herrn die Opfer, die ihm gebühren.</span></div><br><br><div><span class="fs14lh1-5 ff1">Liebe Gemeinde,</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff3">was sind die vier Dinge, um die wir uns kümmern sollten? Jede/r Einzelne von uns für sich selbst. Ich stelle mir vor, dass uns sofort einfällt:</span></div><div><b><span class="fs14lh1-5 ff1">01</span></b><span class="fs14lh1-5 ff1"> </span><span class="fs14lh1-5 ff3">Wir achten auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung, sorgen für genügend Bewegung, treiben ein wenig Sport oder aus Freude viel Sport, um unserem Körper Gutes zu tun. Das liegt bei uns ganz bestimmt oben auf.</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">Die anderen Dinge sind vermutlich nicht so selbstverständlich. Am ehesten vielleicht dieser Aspekt:</span></div><div><b><span class="fs14lh1-5 ff1">02</span></b><span class="fs14lh1-5 ff1"> </span><span class="fs14lh1-5 ff3">Unser Geist braucht Nahrung durch gute Gespräche, durch fordernde Aufgaben in Beruf und freier Zeit, durch Podcasts, die wir im Internet hören oder durch Zeitschriften und Bücher, die wir lesen.</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">Dann habe ich noch zwei weitere Angelegenheiten, um die wir uns kümmern sollten, wenn wir ein bewusstes und erfülltes Leben genießen möchten.</span><br><span class="fs14lh1-5 ff1">Da sind einmal unsere </span><br><b><span class="fs14lh1-5 ff1">03</span></b><span class="fs14lh1-5 ff1"> Gefühle. Sie sind da! Wir sind fühlende Wesen. Wir fühlen Wärme oder Kälte, wir fühlen Anerkennung oder Kränkung, Selbstsicherheit oder Verunsicherung, Bedürfnisse und Sehnsüchte. Wenn ich in Kontakt mit meinen Gefühlen bin, dann kann ich gut in mir und mit mir sein, dann kann ich empfinden, wie es anderen geht und was sie brauchen. Ich werde dann auch weniger dummes Zeug reden, was scheinklug daher kommt … .</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">Und als Letztes möchte ich anführen … dies ist also Nummer….</span><br><b><span class="fs14lh1-5 ff1">04</span></b><span class="fs14lh1-5 ff1"> die Seele. Meine, deine Seele. Sie gehört auch zu den vier vitalen Aspekten im Leben, die wir beachten müssen. Ich gehe davon aus, dass Nr. 04 von vielen Menschen nicht wahrgenommen wird: die Bedeutung unserer Seele. &nbsp;Die Seele wird nicht genährt von einem englischen Rasen vor der Haustür, auf dem keine Butterblume und kein Gänseblümchen mehr wächst. Sie wird nicht gestützt durch einen Einkauf bei Amazon. Unsere Seele braucht Liebe und Verbundenheit.</span></div><div><b><span class="fs14lh1-5 ff3">4.1.</span></b><span class="fs14lh1-5 ff1"> </span><span class="fs14lh1-5 ff3">Unsere Seele braucht Liebe und Verbundenheit mit dem Hier und Jetzt. So wie ich es auf dem Handout benannt habe angesichts unserer Endlichkeit:</span><br><span class="fs14lh1-5 ff3">„</span><span class="fs14lh1-5 ff3">12 Bedenke, dass der Tod nicht auf sich warten lässt und dass du keinen Vertrag mit dem Tod hast. 15 Denn du musst doch alles, was du sauer erworben hast, andern lassen … . 17 … gönne dir, was dir zusteht; denn wenn du tot bist, so hast du nichts mehr davon.... </span><span class="fs14lh1-5 ff3">.“ Kennen Sie das auch, wie oft man erschrickt, wenn man eine Nachricht erhält, dass jemand viel zu früh gestorben ist? Oder kennen Sie die bohrende bzw. aufrüttelnde Frage: Was ist, wenn ich nicht mehr lange habe? Wenn nicht mehr viele Jahre auf mich warten? Ich kann solche Fragen zulassen, weil ich in meinem Beruf natürlich oft erlebe, dass der Tod nicht auf sich warten lässt, wie Jesus Sirach sagt. Ich erinnere eine Trauerfeier für einen 57-Jährigen. Ich glaube, dass er von seinem Bewusstsein her einen imaginären Vertrag mit dem Tod hatte nach dem Motto: Ich besiege den Krebs und werde über 80 Jahre alt. Er kaufte sich deshalb 14 Tage vor seinem Tod ein neues Auto. Er hatte nichts mehr davon, musste das Auto – wie Jesus Sirach sagt – „andern lassen“. Was wäre es gewesen, das er sich stattdessen hätte gönnen sollen. Jesus Sirach sagt ja: </span><span class="fs14lh1-5 ff3">Gönne dir, was dir zusteht</span><span class="fs14lh1-5 ff3">. Es wäre gewesen, bewusst den Moment zu füllen: Vielleicht mit persönlichen, befreienden Gesprächen im Kreise seiner Liebsten oder Versöhnung mit Menschen, die ihn enttäuscht haben bzw die er enttäuscht hat. Vielleicht wäre es eine frühe palliative Betreuung gewesen, die ihm die letzten Schritte erleichtert hätte….Es sind ja verschiedene Dinge vorstellbar, die zu seinem gegenwärtigen Moment besser gepasst hätten als der Kauf eines Neuwagens 14 Tage vor dem Tod.</span><br><br><b><span class="fs14lh1-5 ff3">4.2.</span></b><span class="fs14lh1-5 ff3"> Verweilen wir noch ein bisschen bei dem Ausgangsgedanken: Unsere Seele braucht Liebe und Verbundenheit mit dem Hier und Jetzt. Es ist die Verbundenheit mit uns selbst, die Liebe zu uns selbst. Jesus Sirach schreibt dazu: „</span><span class="fs14lh1-5 ff3">11 Mein Kind, tu dir selbst so viel Gutes an, wie du kannst, 14 Versäume keinen fröhlichen Tag, und lass dir die Freuden nicht entgehen, die dir beschieden sind.16 Schenke und lass dich beschenken</span><span class="fs14lh1-5 ff3">.“ Hier wird starke Erlaubnis eingesprochen, alle Über-Ich-Anstrenger zu entthronen, die fordern: Bevor du dir etwas gönnst, musst du erstmal die Pflicht abarbeiten: Pflicht vor der Kür. Jesus Sirach widerspricht: Nicht erst alles erledigen, was du für die Arbeit tun musst, nicht erst erledigen, was du für andere machen musst, sondern </span><span class="fs14lh1-5 ff3">versäume keinen fröhlichen Tag</span><span class="fs14lh1-5 ff3">. </span><span class="fs14lh1-5 ff3">Tu dir auch selbst viel Gutes an</span><span class="fs14lh1-5 ff3">. Denn wenn du das auf Nachher verschiebst, gibt es vielleicht dieses Nachher nicht. Bedenke, dass du keinen Vertrag mit dem Tod hast, dass du garantiert 50 Jahre alt werden würdest oder 65 oder 80 oder 95. Darum lass dir die Freuden nicht entgehen, die dir heute beschieden sind. Sei gut zu dir selbst. Deine Zeit ist jetzt. Rufen wir uns dies immer wieder in Erinnerung.</span></div><div><b><span class="fs14lh1-5 ff3">4.3.</span></b><span class="fs14lh1-5 ff1"> </span><span class="fs14lh1-5 ff3">Dass unsere Seele Liebe und Verbundenheit braucht, bezieht auch die Nächstenliebe mit ein. Von Psychologie als Wissenschaft über Neurologie bis hin zu Forschungsgruppen des Dalai Lama, alle bestätigen, dass der Mensch eine lebendige Seele ist, die gerne hilft und daraus körperliches und geistiges Wohlbefinden bezieht. Darum riet Jesus Sirach:</span><span class="fs14lh1-5 ff3">13 Tu dem Freund Gutes noch vor deinem Ende, und</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff3">gib den Armen nach deinen Kräften.</span><span class="fs14lh1-5 ff1"> </span><span class="fs14lh1-5 ff3">Nach den eigenen Kräften zu geben, ist immer möglich, selbst wenn die Kräfte vielleicht nur ein kurzes Zuhören erlauben und keine maßgebliche Hilfe. Und dennoch lebt unsere Seele davon, anderen Gutes zu tun. Unsere Seele will in Beziehung stehen, will verbunden sein, will lieben.</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1"> </span></div><div><b><span class="fs14lh1-5 ff3">4.4.</span></b><span class="fs14lh1-5 ff1"> </span><span class="fs14lh1-5 ff3">Und ein Letztes gehört zur Liebe und Verbundenheit, welche unsere Seele braucht. Es ist der Ruf Jesu zur Umkehr. Der Umkehr zu Gott. Der Liebe zu Gott. Kein neuer Gedanke durch Jesus. Deshalb schrieb Jesus Sirach schon vor Jesu Zeiten: „… </span><span class="fs14lh1-5 ff3">gib dem Herrn die Opfer, die ihm gebühren“</span><span class="fs14lh1-5 ff3">. Unsere Seele möchte nicht ohne Gott leben, will verbunden sein mit Gott, will mit ihm solidarisch sein.</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff3">Wie sehr ist uns dies bewusst?</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff3">Diese Solidarität beinhaltet, von ihm her zu denken. Was Gott will; nicht, was andere Leute von mir wollen und über mich erzählen oder von mir als Entgegenkommen erwarten. Keine Anbiederung, um jedermanns Liebling zu sein, und auch kein Ausnutzen von anderen. Der Einsatz, den Gott möchte, die Opfer, die ihm gebühren, sind: Von seiner Liebe und wahren Menschlichkeit her zu denken, zu entscheiden, zu handeln.</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">Schauen wir jetzt noch einmal zurück, was die vier Dinge sind, um die wir uns kümmern sollten, wenn wir ein interessantes, bewegtes, authentisches Leben führen wollen anstatt uns zu langweilen mit einem Alltag, in dem der Höhepunkt ist der Anblick eines englischen Rasens vorm oder hinterm Haus, auf dem keine Butterblumen und Gänseblümchen gedeihen.</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff1">Im allgemeinen Bewusstsein rangiert die Gesundheit des Körpers sehr hoch in der Werteskala und dass unser Geist Nahrung braucht. Und dann lässt die Aufmerksamkeit bereits nach. Dass wir in Kontakt mit unseren Gefühlen sein sollten, um wir selbst zu sein, ist nicht mehr jedermanns und jedefraus Selbstverständnis. Unser letzter Punkt, dass wir eine lebendige Seele sind, die Liebe und Verbundeneit leben möchte, ist vielleicht schon ein Minderheitenstandpunkt. Ich finde es aber sehr hilfreich, den alten Begriff „Seele“ wieder zu benutzen. Er zeigt uns, worauf es wesentlich im Leben ankommt:</span></div><div><span class="imUl fs14lh1-5 ff1">Erstens</span><span class="fs14lh1-5 ff3">: Wir erlauben uns als Seele aus Gott, unsere Endlichkeit zu akzeptieren und leben damit gefasster und realistischer, weil wir nicht glauben, selbstverständlich ein Anrecht zu haben, mindestens 50 Jahre alt zu werden bzw gern 95 Jahre alt.</span></div><div><span class="imUl fs14lh1-5 ff1">Zweitens</span><span class="fs14lh1-5 ff3">: Wenn ich mich als Seele verstehe, gönne ich mir, mir auch selbst Gutes zu tun.</span></div><div><span class="imUl fs14lh1-5 ff1">Drittens</span><span class="fs14lh1-5 ff3">: Als Seele verbinde ich mich in Liebe mit anderen.</span></div><div><span class="imUl fs14lh1-5 ff1">Viertens</span><span class="fs14lh1-5 ff3">: Als Seele möchte ich nicht ohne Gott sein. Ich denke, entscheide und handle von seiner Warte aus mit Liebe und Menschlichkeit.</span></div><div><span class="fs14lh1-5 ff3">Sie sehen: Unser Geist/unser Herz wird reich beschenkt, wenn wir bewusst darüber nachdenken, um welche Dinge wir uns im Leben kümmern sollten. Amen</span></div><br></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 04 Jul 2021 20:15:00 GMT</pubDate>
			<link>https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/?was-sind-die-vier-dinge,-um-die-wir-uns-kuemmern-sollten-</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/rss/00000001A</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Feuer und Flamme]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000019"><div><span class="fs15lh1-5">Liebe Gemeinde,</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">diese Ausstellung von Katja Hirschbiel hat mich sofort tief erreicht. Ich glaube, es sind die intensiv leuchtenden Farben und die Lebenssymbole, die mich persönlich gleich abholen. Zudem interpretieren die Bilder das moderne Glaubensbekenntnis, welches durch das Jahr hindurch immer wieder bei besonderen Gottesdiensten von uns hier in der Kreuzkirche gesprochen wird. Näher an mir und meinem Glauben dran kann also eine Ausstellung nicht sein.- Vielleicht empfinden Sie es ähnlich.</span><br><span class="fs15lh1-5"> </span><br><span class="fs15lh1-5"> Mit 4 Bildern zu den Schöpfungselementen Wasser, Feuer, Erde, Luft gibt Katja Hirschbiel uns mit auf den Weg: Gott belebt uns und beschenkt uns und unser Leben mit Wasser, Feuer, Erde, Luft. Das leuchtet ein: Wasser und Sauerstoff erhalten uns am Leben, haben Leben überhaupt erst möglich gemacht. Die Erde ist unsere Existenzgrundlage, sie trägt uns, schenkt uns ihre Früchte und am Ende nimmt sie uns wieder zu sich, dass unser Leib wieder zur Erde werde und wir ein Teil von ihr sind. Was aber ist mit dem Feuer? Ist das Feuer so existenziell wichtig wie Wasser, Luft und Erde? Unser Leben wäre auch ohne Feuer vorstellbar. (</span><span class="fs13lh1-5">Ich lasse bei dieser Betrachtung die Sonne aus, die ja ein Feuerball ist. Die Sonne ist für uns überlebenswichtig. Sonne und Licht sind aber ein eigenes Thema</span><span class="fs15lh1-5">). Unser Leben wäre auch ohne Feuer vorstellbar. Wir könnten zwar kein warmes Essen verzehren, kein Brot backen, kein Wasser erhitzen für eine warme Dusche..... und vieles mehr würde fehlen. Trotzdem könnten wir leben … so wie unsere Vorfahren, als sie noch nicht entdeckt hatten, Feuer entfachen zu können. Das Feuer ist zwar eine Urgewalt, wenn zum Beispiel ein Blitz einschlägt und eine Behausung oder ein Wald abbrennt. Aber Feuer ist in erster Linie bedeutsam für uns als kulturelle Errungenschaft: Dass wir Menschen mit Feuer umgehen können, es einsetzen und nutzen können. Aber wir kontrollieren das Feuer nicht ganz und gar. Stellen wir uns vor: Ein Vulkan bricht aus und verbrennt alles in der Landschaft seines Umfeldes. Das können wir nicht beherrschen oder kontrollieren.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">Darum ist das Feuer zu einem Symbol geworden für etwas Mächtiges, das eigenständig und unbeherrschbar ist. In unsere Sprache hat dies Eingang gefunden mit dem Bild von der verzehrenden oder läuternden Kraft des Feuers. Oder wir sprechen von Feuer und Flamme sein. Da ergreift uns etwas, begeistert uns und führt uns über ein mittelmäßiges, wohltemperiertes, gewöhnliches Denken oder Tun hinaus. Wenn ein Feuer in uns brennt, dann sind wir so begeistert, dass wir bisher ungeahnte Kräfte entfalten können und so denken und handeln, wie wir es in unserem eingewohnten Alltag nicht kennen.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">Hermann Hesse beschreibt diesen eingewohnten Alltag, indem er darauf Bezug nimmt, wie manche Menschen Weihnachten feiern, ohne Feuer und Flamme für dieses Fest zu sein. Er schreibt: „</span><i><span class="fs15lh1-5">Der 'Gebildete' von heute verhält sich zur Lehre Jesu so, dass er das ganze Jahr hindurch an sie (diese Lehre) nicht denkt und nach ihr nicht lebt, dass er aber am Weihnachtsabend einer … wehmütigen Kindererinnerung nachgibt und ein wenig in zahmen, wohlfeil-frommen Gefühlen schwelgt</span></i><span class="fs15lh1-5">.“ (</span><span class="fs13lh1-5">Hesse: In Weihnachtszeiten. Seite 45</span><span class="fs15lh1-5">) Vielleicht verhalten Menschen sich so distanziert gegenüber der Lehre Jesu, weil sie sich verletzt fühlen und Narben davongetragen haben durch Mitmenschen, die an die Lehre Jesu glauben. Oben im Bild sehen wir Furchen und Kratzer, die für Verletzungen und Narben stehen könnten. Ich selbst war in der Jugend Feuer und Flamme für die Lehre Jesu, aber für eine missverstandene Lehre Jesu. Ich war durch konservativ-pietistische Pastoren, Lehrer und Studenten aus dem Missionsseminar Hermannsburg so beeinflusst worden, dass ich meinte: Jesus ist die einzige Wahrheit auf Erden und andere Religionen/Philosophien sind im Irrtum. Dadurch wurde ich intolerant. Und ich habe alle Christen und Nichtchristen argumentativ kritisiert, die meine Überzeugung nicht teilten. Mit diesem urteilenden Verhalten habe ich andere Menschen verletzt, vor allem andere Jugendliche und z.T. Auch Erwachsene. Sie haben Narben davongetragen … z.B. in der Form, dass sie inneren Widerstand aufbauten gegen die Lehre Jesu. Vielleicht sind sie heute so eingestellt, dass sie das Jahr über die Lehre Jesu nicht beherzigen, aber zu Weihnachten in die Kirche gehen und - wie Hermann Hesse sagt - „</span><i><span class="fs15lh1-5">in zahmen, wohlfeil-frommen Gefühlen</span></i><span class="fs15lh1-5">“ aus der Kindheit schwelgen. Aber mit der Liebe und Freude, die das Weihnachtsfest auslösen möchte, sind sie nicht in Kontakt. Vielleicht hatte das Feuer der Liebe und Freude schon ein wenig in ihnen gebrannt oder sie waren auf der Suche danach, aber durch meine verletzende Rechthaberei ist dieses Feuer erloschen.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">Ich glaube, dass jede/r eigentlich sucht nach der Liebe und Lebensfreude, die aus Gott kommt....ob zu Weihnachten oder an anderen Tagen. Ich glaube, dass im Grunde jede/r sich sehnt danach, Feuer und Flamme sein zu können, die Stimme Gottes in sich zu hören und den göttlichen Ruf des Lebens in die Tat umzusetzen. Denn niemand will aus tiefstem Herzen ein langweiliges, zahmes, mittelmäßiges Leben führen, in dem letztlich nichts wirklich Bedeutsames geschieht. Ich möchte darum beschreiben, wie die Stimme Gottes aus einem mittelmäßigen, vielleicht sogar ziellosen und bedeutungslosen Leben herausführt. Dazu lassen Sie uns das Bild betrachten: Element Feuer.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">Das Bild hat eine Mitte, den goldenen Kreis. Er ist das Symbol des ewig Vollkommenen ohne Anfang und Ende, Symbol des Göttlichen. Das Göttliche kann im Innersten unsere Mitte sein: die Mitte unserer Seele, als Inspiration unseres Geistes, als Liebe unseres Herzens.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">Dies ist eine ungewöhnliche kirchlich-evangelische Vorstellung. Wir sind so erzogen worden im Religionsunterricht und Konfir, dass Gott uns gegenüber ist, außerhalb von uns. Und das ist er auch. Damit ist er schon halb beschrieben. Aber die andere Hälfte ist, dass er </span><i><u><span class="fs15lh1-5">in</span></u></i><span class="fs15lh1-5"> uns ist: in der Mitte unserer Seele, unseren Geist inspirierend mit seinem Geist, um die Liebe des Christus in unser Herz zu senken.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">Aus dieser Mitte schöpfen wir, Feuer und Flamme sein zu können, um unser Leben mit Liebe zu erfüllen. Hermann Hesse sagt, „</span><i><span class="fs15lh1-5">weder Macht noch Besitz noch Erkenntnis</span></i><span class="fs15lh1-5">“ (</span><span class="fs13lh1-5">Weihnachtszeiten. Seite 28</span><span class="fs15lh1-5">) macht uns selig, „</span><i><span class="fs15lh1-5">sondern allein die Liebe</span></i><span class="fs15lh1-5">“. Sie „</span><i><span class="fs15lh1-5">ist doch der einzige Weg, der vorwärts und aufwärts führt</span></i><span class="fs15lh1-5">“.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">Setzen wir noch einmal beim Bild an: beim goldenen Kreis, beim Göttlichen. Gott ist die Liebe und sie zieht Kreise. Wir sehen im Bild Kreise um die goldene Mitte herum. </span><br><span class="fs15lh1-5"> Schauen wir wie von oben auf dieses Bild, dann breiten sich diese Kreise immer weiter nach außen aus. Also die Liebe breitet sich aus und erreicht einen größeren Wirkungskreis.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">Oder wir schauen wie von der Seite auf den goldenen Kreis und es ergibt sich, dass ein Tunnel von Kreisen auf uns zukommt oder sich von uns nach hinten hin entfernt.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">Zu der ersten Perspektive, dass wir wie von oben auf die goldene Mitte und die Kreise sehen, fällt mir das Lied ein: Ins Wasser fällt ein Stein. </span><i><span class="fs15lh1-5">Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich, still und leise. Und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise.</span></i></div> &nbsp;<div><i><span class="fs15lh1-5">Wo Gottes große Liebe in einen Menschen fällt, da wirkt sie fort, in Tat und Wort, hinaus in unsere Welt</span></i><span class="fs15lh1-5">. Hermann Hesse sagt: „</span><span class="fs15lh1-5">… </span><i><span class="fs15lh1-5">allein die Liebe. Jedes Selbstlossein, jeder Verzicht aus Liebe, jedes tätige Mitleid, jede Selbstentäußerung scheint ein Weggeben, ein Sichberauben </span></i><span class="fs13lh1-5">(zu sein)</span><i><span class="fs15lh1-5">, und ist doch ein Reicherwerden und Größerwerden, und ist doch der einzige Weg, der vorwärts und aufwärts führt.“</span></i><span class="fs15lh1-5"> Wer diese Liebe lebt, hat die Spur aufgenommen zur Freude eines intensiven Lebens, das nicht mehr zahm, mittelmäßig oder langweilig ist.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">Schauen wir wie von der Seite auf den goldenen Kreis und die sich ausbreitenden Kreise kommen auf uns zu, dann erfasst die Liebe uns selbst. Wir gönnen uns, uns selbst Liebe zu schenken. Das ist vermutlich für viele von uns ein Lernprozess. Auch für mich persönlich. John O'Donohue stellt den Lernprozess so dar: "</span><i><span class="fs15lh1-5">Mögest du lernen,</span><span class="fs15lh1-5"> &nbsp;</span><span class="fs15lh1-5">dich mit der gleichen Freude, dem gleichen Stolz und der gleichen Wonne zu betrachten, mit der Gott dich in jedem Augenblick gewahrt</span></i><span class="fs15lh1-5">". Dies könnte heißen: Wir machen uns nicht mehr klein, wir denken nicht negativ von uns selbst, wir werten uns selbst nicht mehr ab. Wir freuen uns über unsere Begabungen. Wir freuen uns über unsere Begabungen, ohne zu bemängeln, dass wir ja nicht alle Begabungen haben, die es gibt. Wer diese Liebe sich gönnt, hat die Spur aufgenommen zur Freude eines intensiven Lebens, das nicht mehr zahm, mittelmäßig oder langweilig ist.</span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div><span class="fs15lh1-5">Ich wiederhole noch einmal: Ich glaube, dass eigentlich jede/r nach der Liebe und Lebensfreude sucht, die aus Gott kommt. Aber wie ich eingangs beschrieben habe, kann der Weg zu Gott verschüttet sein. Durch unterschiedlichste Ereignisse in der Vergangenheit. Buddha würde sagen: Hafte an dieser Vergangenheit nicht an. Jesus würde sagen: Schaue beim Pflügen nicht zurück, sondern nach vorne. Dies bedeutet für mich: Wenn ich jetzt die Liebe und Freude in mir erfahren und leben möchte, dann halte ich mich an die Lehre Jesu. Hermann Hesse verstand die Worte „Lehre Jesu“ positiv. Ich begegne aber immer wieder Menschen heute, die eine Lehre suspekt finden oder als bevormundend einstufen. Mit der Lehre Jesu ist aber nichts Bevormundes gemeint, sondern worauf Jesus vertraut hat und welche Haltung er eingenommen hat. Das ist die Lehre Jesu: sein Vertrauen und seine Lebenshaltung. Er vertraute ganz und gar darauf, dass Gott gut und gütig, freundlich und liebend ist. Er hat aus diesem Vertrauen seine Lebenshaltung gewonnen, „</span><i><span class="fs15lh1-5">so frei, so gut, so liebend, so wild, so sanft, so kühn und so wahr wie möglich auf das Leben zu antworten.</span></i><span class="fs15lh1-5">“ </span><span class="fs13lh1-5">(Veit Lindau)</span><span class="fs15lh1-5"> Wenn wir also die Lehre Jesu in Geist und Herz aufnehmen und für unseren Alltag nutzen, dann reifen wir und werden Jesus immer ähnlicher. Dann brennt sein Feuer in uns. Dann brennt sein Feuer in uns, „</span><i><span class="fs15lh1-5">so frei, so gut, so liebend, so wild, so sanft, so kühn und so wahr wie möglich auf das Leben zu antworten.</span></i><span class="fs15lh1-5">“ Amen</span></div> &nbsp;<div><span class="fs25lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div> </div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 14 Dec 2020 00:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/files/IMG_1290_thumb.jpg" length="600739" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/?feuer-und-flamme</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/rss/000000019</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Liebt eure Feinde]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000018"><div><font size="4">Liebe Gemeinde,</font></div><div><font size="4">wir haben der Toten gedacht, der Opfer und Leidenden durch Krieg, Gewaltherrschaft und Terrorismus. Solches Gedenken ernst zu meinen, heißt auch, sich am Volkstrauertag der Verantwortung für Frieden bewusst zu sein oder bewusst zu werden. Deshalb endet das Gedenken mit dem Bekenntnis: <i>Wir sind im Herzen verbunden mit M</i><i>üt</i><i>tern und </i><i>Vät</i><i>ern, mit allen, die Leid tragen um die Toten. Wir glauben: Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Vers</i><i>öh</i><i>nung unter den Menschen und </i><i>Völ</i><i>kern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der Welt.</i></font></div><div><font size="4">Eine Weisheitsgeschichte beschreibt, wie wir uns - jede und jeder einzelne von uns - für Frieden einsetzen können. Die Geschichte heißt: <i>Es gibt keinen Weg zurück</i></font></div><div><font size="4"><i>In jenen Tagen, als der heilige Jeremias schon ein alter Mann mit weißem Bart war und auf ein langes Leben zurückblicken konnte, saß er mit seinen Freunden im Kaffeehaus zusammen und erzählte aus seinem Leben.</i></font></div><div>“<font size="4"><i>Als junger Mann hatte ich ein feuriges Temperament und es drängte mich die Welt zu verändern. Täglich betete ich zu Gott, mich mit außergewöhnlichen Kräften zu segnen, damit ich die Menschen bekehren und die Welt zu einem besseren Ort machen könne.”, sagte der heilige Jeremias und fuhr nach einer nachdenklichen Pause fort: “Doch in meinen mittleren Lebensjahren wachte ich plötzlich auf und erkannte, dass die Hälfte meines Lebens vorbei war, ohne dass ich die Welt verändert hatte. Von nun an bat ich Gott, mir Kraft zu schenken, um all die Menschen zu erretten, die mir nahe standen und es am Nötigsten brauchten. ...</i></font></div><div><font size="4"><i>Jetzt, da ich ein alter Mann bin und meine Tage gezählt sind, ist meine Bitte an Gott bescheidener geworden. Mein einziges Gebet lautet nun: “Herr, gewähre mir die Gnade, mich selbst zu verändern.” Wäre nur das von Anfang an meine Bitte gewesen, ich hätte mehr erreicht</i>.”</font></div><div><font size="4">Diese Geschichte sagt uns: Engagement für den Frieden beginnt mit mir selbst ... je älter ich werde, umso friedfertiger zu sein. Friedfertig zu sein im Geist und im Herzen... besser nicht erst im hohen Alter wie beim heiligen Jeremias, sondern gern schon als Jugendlicher oder junger Erwachsener oder in der Lebensmitte. Vorausgesetzt: Es gibt denn begleitende Menschen, die unsere Bewusstheit stärken, wie wichtig ein friedvolles Miteinander ist. Solche Menschen an der Seite zu haben, ist ein Geschenk … oder wie die Weisheitsgeschichte sagt: eine Gnade Gottes, ein Geschenk Gottes.</font></div><div><br></div><div><font size="4">Solch ein Begleiter, der das Bewusstsein für Frieden stärkt, war zum Beispiel der Jude Schalom Ben-Chorin, der von 1913-1999 lebte. Er hat mit wenigen Worten beschrieben, wie man Frieden sucht und schafft. Ich zitiere: "<b><span class="ff1">Wer Frieden sucht</span></b><i><br></i><i><span class="ff2">wird den anderen suchen</span><br><span class="ff2">wird Zuh</span></i><i><span class="ff2">ör</span></i><i><span class="ff2">en lernen</span><br><span class="ff2">wird das Vergeben</span><span class="ff2"> </span></i><i>üb</i><i>en<br>wird das Verdammen aufgeben<br>wird vorgefasste Meinungen zur</i><i><span class="ff2">üc</span></i><i><span class="ff2">klassen</span><br><span class="ff2">wird das Wagnis eingehen</span><br><span class="ff2">wird an die</span><span class="ff2"> </span></i><i>Ä</i><i>nderung des Menschen glauben<br>wird Hoffnung wecken<br>wird dem anderen entgegenkommen<br>wird zu seiner eigenen Schuld stehen<br>wird geduldig dranbleiben<br>wird selber vom Frieden Gottes leben -<br>Suchen wir den Frieden?</i><i>"</i><br>Wir leben in einer Zeit, in der diese einfachen Worte eine Gesellschaft verändern können, wenn sie denn gelebt werden. Donald Trump hat sich 4 Jahre lang so verhalten, dass er jeden Satz von Schalom Ben-Chorin ins Gegenteil verkehrte. Er wirkte mit seinen groben, z.T. militanten Worten, mit seiner Verdammung politisch Andersdenkender oder Verdammung politischer Freunde, mit seinen fake news auf Twitter ganz stark und selbstbewusst. Aber wer so redet wie er, ist von tiefer Angst geprägt; ist von ganz geringem Selbstwertgefühl geleitet. Er kaschiert seine Schwächen durch demonstrative Stärke. Wer Augen hat zu sehen, möge es erkennen. In diesen Tagen hören wir, wie der zukünftige amerikanische Präsident Joe Biden wirklich bescheidene, unaufdringlich selbstbewusste Reden hält: Sie verdammen nicht, sie suchen den anderen, kommen dem anderen entgegen. Er bot der Republikanischen Partei an: <i>Sehen wir uns doch nicht als Feinde, zutreffend ist doch: Wir sind lediglich politische Opponenten</i>. Es wäre viel für den Frieden getan, wenn die Hardliner in der Republikanischen Partei das Angebot annehmen. Es wäre überaus viel getan, wenn jedes einzelne Mitglied der Partei die gereichte Hand nimmt. Jede und jeder Einzelne kann einen Unterschied machen, jede/r von uns kann Schritte zum Frieden gehen oder mit Schritten sich vom Frieden entfernen.</font></div><div><br></div><div><font size="4">Eigentlich war das schon immer so. Auch zur Zeit der Weimarer Republik im Übergang zum Dritten Reich. Wenn <i>jede und jeder</i> bei der Reichstagswahl 1933 gesagt hätte: Ich wähle keinen Politiker, der aus nicht eingestandener Angst ein Schreckgespenst aufbaut mit seinen Feindbildern, dann hätte es keinen II. Weltkrieg gegeben und wir müssten heute nicht der Opfer gedenken.</font></div><div><br></div><div><font size="4">Dass jede und jeder Einzelne etwas verändern kann, gerade indem er Feindbilder zurücknimmt, hat keiner so sehr hervorgehoben wie Jesus. Der Predigttext, den ich für heute ausgesucht habe, bringt Jesu Haltung auf den Punkt. Ich lese aus dem Lukasevangelium, Kapitel 6, die Verse 27-35:</font></div><div><font size="4"><i>27Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl</i><i><b> </b></i><i>denen, die euch hassen; 28 segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen.</i></font></div><div><font size="4"><i>29Und wer dich auf die eine Backe schlägt, dem biete die andere auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem verweigere auch den Rock nicht. 30Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das Deine nimmt, von dem fordere es nicht zurück. 31Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!</i></font></div><div><font size="4"><i>32Und wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Dank habt ihr davon? Denn auch die Sünder lieben, die ihnen Liebe erweisen. 33Und wenn ihr euren Wohltätern wohltut, welchen Dank habt ihr davon? Das tun die Sünder auch. 34Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr etwas zu bekommen hofft, welchen Dank habt ihr davon? Auch Sünder leihen Sündern, damit sie das Gleiche zurückbekommen. 35Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.</i></font></div><div><br></div><div><font size="4">Können wir das umsetzen - jede und jeder von uns -: Liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen? Eine schnelle Antwort ist: Nein, das geht nicht.</font></div><div><font size="4">Wenn wir so antworten, machen wir uns bitte bewusst: Wollen wir stattdessen das Gegenteil? Friedrich Nietzsche beschreibt dieses Gegenteil: „… <i>dass man sich wehrt; dass man auf seine Ehre hält; dass man seinen Vorteil will; dass man stolz ist </i>…“. (<span class="fs11lh1-5">Drewermann: Das Lukas Evangelium. Bd. 1.Seite 417</span>) Die Welt verhält sich so, schreibt Nietzsche, nicht aber das Christentum. Ich finde, seine Zuspitzung ist eine hervorragende Inspiration für mich, vielleicht für uns alle. Was will ich? Wofür stehen wir als Christen?<br></font><br></div><div><font size="4">Oder … gäbe es eine Alternative im Mittelmaß? Ich persönlich sehe mich in diesem Mittelmaß: Hier Freundlichkeit und liebende Güte, dort mich wehren und Recht haben, nicht verzichten, nicht die andere Wange hinhalten.</font></div><div><font size="4">Dieses Mittelmaß ist wohl gängig. Aber schafft es wirklich Frieden, wie Jesus es wollte?<br></font><br></div><div><font size="4">Mutter Teresa kann mir, kann Ihnen Mut machen. Sie setzt darauf, dass wir uns immer neu entscheiden können, in jeder schwierigen Situation uns anders als mittelmäßig aufzustellen. Ich zitiere ihre Worte mit der Überschrift: <u>Trotzdem</u></font></div><div><font size="4"><i>Die Menschen sind unvernünftig, irrational und egoistisch.<br>Liebe diese Mensche trotzdem.</i></font></div><div><font size="4"><i>Wenn du Gutes tust, werden dich die Menschen beschuldigen, dabei selbstsüchtige Hintergedanken zu haben.<br>Tue trotzdem Gutes.</i></font></div><div><font size="4"><i>Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und wahre Feinde.<br>Sei trotzdem erfolgreich.</i></font></div><div><font size="4"><i>Das Gute, das du heute getan hast, wird morgen schon vergessen sein.<br>Tue trotzdem Gutes.</i></font></div><div><font size="4"><i>Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verwundbar.<br>Sei trotzdem ehrlich und offen.</i></font></div><div><font size="4"><i>Die Menschen bemitleiden Verlierer, doch sie folgen nur den Gewinnern.<br>Kämpfe trotzdem für ein paar von den Verlierern.</i></font></div><div><font size="4"><i>Woran du Jahre gebaut hast, das mag über Nacht zerstört werden.<br>Baue trotzdem weiter.</i></font></div><div><font size="4"><i>Die Menschen brauchen wirklich Hilfe, doch es kann sein, dass sie dich angreifen, wenn du ihnen hilfst.<br>Hilf diesen Menschen trotzdem.</i></font></div><div><font size="4"><i>Gib der Welt das Beste, was du hast, und du wirst zum Dank dafür einen Tritt erhalten.<br>Gib der Welt trotzdem das Beste.</i></font></div><div><font size="4"><i>Letztendlich ist dann alles eine Angelegenheit zwischen dir und Gott.<br>Sowieso war es nie eine Angelegenheit zwischen dir und anderen.</i> (Mutter Teresa)</font></div><div><font size="4">Was sie hier praktisch beschreibt, ist, zu lieben. Auch Anfeindungen zum Trotz. Jesus sagt: Liebt eure Feinde. Im Nachsatz erklärt er, was damit gemeint ist: ihnen Gutes zu tun.</font></div><div><font size="4">Je mehr ich in meiner Bewusstheit verankere, auch denjenigen Gutes zu tun, die es meiner Meinung nach nicht verdient haben, umso öfter wird es mir gelingen. Aber es wird auch viele Situationen geben, in denen ich es nicht schaffe. Vielleicht geht es Ihnen genauso. Wie gehen wir damit um?</font></div><div><font size="4">Um diese Frage zu beantworten, möchte ich zum Abschluss noch eine buddhistische Weisheitsgeschichte vorlesen. <i>Ein Schüler sagt: </i><i>"</i><i>Meine Meditationen sind furchtbar. Ich bin dauernd abgelenkt, denke an alles M</i><i>ög</i><i>liche, meine Glieder tun weh und ich schlafe immer ein.</i></font><font size="4"><i><span class="ff3">・</span></i></font><font size="4"><i><br>Der Lehrer antwortete schlicht: "</i><i>Das</i><i> geht vor</i><i>üb</i><i>er</i></font><font size="4"><span class="ff3">・</span></font><font size="4"><br><i>Eine Woche sp</i><i>ät</i><i>er kam der Sch</i><i>ül</i><i>er wieder und sagte:<br>"</i><i><span class="ff3">М</span></i><i>eine Meditationen sind herrlich, ich bin total klar, konzentriert und im Frieden.</i></font><font size="4"><i><span class="ff3">・</span></i></font><font size="4"><i><br>Der Lehrer antwortete schlicht: "</i><i>Das</i><i> geht vor</i><i>üb</i><i>er</i>.</font><font size="4"><span class="ff3">・</span></font><font size="4"><br>Ja, so ist es. Wenn wir merken, dass wir in dieser oder jener Situation im Alltag nicht liebend reagieren, dann wissen wir: Das geht vorüber. Weil wir uns entschieden haben, immer bewusster der Liebe Raum zu geben in unserem Leben. "In der Liebe ist mehr Kraft als in irgendeiner anderen Macht. Jeder Mensch kann sie erfahren, sie einem anderen zugänglich machen. Sie ist der Frieden."</font></div><div><font size="2">(<span class="cf1">https://www.gutzitiert.de/</span><wbr><span class="cf1">biografie_richard_freiherr_</span><wbr><span class="cf1">von_weizsaecker-bio1651.html</span>)</font></div><div><font size="4">Amen</font></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 15 Nov 2020 23:53:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/files/497733_web_R_by_Andreas-Hermsdorf_pixelio.de_thumb.jpg" length="57359" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/?liebt-eure-feinde</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/rss/000000018</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Gott schenkt reich]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/index.php?category=Predigt"><![CDATA[Predigt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000017"><div class="imTALeft"><div><i class="fs15lh1-5"> </i><span class="fs15lh1-5">Liebe Gemeinde, liebe Frau Horstmann-Köpper,</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5">wenn wir auf die vergangenen 12 Monate schauen
vom Erntedankfest 2019 bis zum heuti-gen Erntedanktag, für welche Ernte in
unserem Denken, Fühlen und Handeln sind wir dankbar? - Aber auch weiter
zurückgehen hinein in die Jahre oder Jahrzehnte unseres Lebens: Welche Ernte
sehen wir, deren Früchte uns beschenkt haben, dass wir uns entfalten konnten?</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div>

<div><span class="fs15lh1-5">Nehmen wir uns einen Moment, um diesen Fragen
persönlich in uns Raum zu geben und wahrzunehmen, welche Bilder von Ernte und
Früchten unseres Leben in uns erinnernd aufsteigen?</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5 cf1">… Klangschale … Stille …</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div>

<div><span class="fs15lh1-5">Es heißt in unserem Predigttext, dass Gott der
Sämann ist, der Saat und Brot schenkt. Für mich ist Brot ein Symbolwort. Ich
bin sehr dankbar, auch Gott dankbar, dass ich immer in meinem Leben umsorgt
gewesen bin mit allem Nötigen, Guten und Schönen. Sie, liebe Gemeinde, einige
unter uns jedenfalls, besonders diejenigen von Ihnen, die älter sind als ich,
haben eine andere Biografie. Sie würden vielleicht sagen: Ich kenne auch Zeiten
von harten &nbsp;Entbehrungen und Leid. Diese
Erfahrungen wollen wir heute nicht beiseite schieben, sondern sie dürfen ihren
Platz haben. Dazu gleich mehr. - Auf mein Leben zurückschauend, auch auf die
vergangenen 12 Monate, bin ich zutiefst dankbar für die gesunde,
wohlschmeckende Nahrung bei allen Mahlzeiten, für das Wohnen im schönen
Stadtteil Bockelsberg, für alle Freundschaft und Liebe, die mir
entgegengebracht wird, für ein gutes Maß Gesundheit und professionell ärztliche
Versorgung, für den Segen, Wirksamkeit in meiner Arbeit wahrnehmen zu dürfen …
. Ich könnte noch mehr Beispiele ins Endlose ausdehnend aufzählen. Aber das
Genannte mag genügen.</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div>

<div><span class="fs15lh1-5">Ich sagte: Zeiten von Entbehrungen dürfen beim
Erntedankfest ihren Platz haben. Herbert Grönemeyer bringt es so zum Ausdruck: <i>Das
Leben ist nicht fair</i>. Es gehört zu unserem Werden, zu verarbeiten und zu
bewältigen, was nicht fair gewesen ist. Ich gehe davon aus, Sie, liebe Frau
Horstmann-Köpper, stimmen mir zu. Denn Ihr künstlerisches Schaffen bildet menschliche
Werdung ab. Nimmt die Freuden auf, lässt Entbehrungen durchscheinen, welche
widerspiegeln: Das Leben ist nicht nur fair.<b></b></span></div>

<div><b><span class="fs15lh1-5 cf1">Bild </span></b></div>

<div><span class="fs15lh1-5">Nehmen wir <u>dieses Bild</u> von Ihnen als
Ausgangspunkt für eine Betrachtung: Unser Leben wird maßgeblich geprägt von
Erfahrungen in der Kindheit. Das Mädchen lächelt. Es schaut erwartungsvoll nach
oben. Hinein in die Welt, die es umgibt, hinein in die Welt, die von
Erwachsenen bestimmt wird: von Eltern, Großeltern, Verwandten, Nachbarn,
Lehrern, Musikerziehern und vielen anderen. Das Nötige ist für uns als Kinder,
versorgt zu sein mit Essen und Trinken, mit Kleidung und Schuhen, mit
ärztlicher Hilfe, wenn man sich verletzt hat beim Laufen oder Spielen. Das Gute
ist, wenn wir in der Kindheit erfahren: Für dies alles ist gesorgt, vornehmlich
von unseren Eltern. Dadurch lernen wir zu vertrauen und fühlen uns geborgen.
Das Schöne ist, wenn wir spüren, dass unsere Eltern uns lieben, uns in unserem
Wesen erkennen und uns mit unseren Gaben loben und fördern. Dies schenkt uns
Freude, unser Leben mutig zu entfalten. Die Früchte unserer Entfaltung, die
Ernte, die wir als Jugendliche und junge Erwachsene einholen dürfen, sind dann,
dass wir liebesfähig, selbstbewusst und zuversichtlich unser Leben in die Hand
nehmen können.</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div>

<div><span class="fs15lh1-5">Diesen eben beschriebenen Erfahrungsgrund finde
ich in der oberen Hälfte Ihres Werkes wieder, liebe Frau Horstmann-Köpper.
Schaue ich auf die untere Hälfte des Bildes, erreicht mich eine andere
Botschaft. Das Mädchen trägt ein schwarzes Kleid, aus dem Saum tropft das Schwarz
am rechten Bein des Mädchens hinunter, die Füße sind nicht beschuht, sind
nackt, ungeschützt. Vielleicht fühlt es sich traurig, Entbehrungen ausgesetzt,
belastet, zu wenig beachtet, nicht gelobt oder gefördert. Alles ist denkbar,
was die gesunde und fröhliche Entwicklung eines Kindes begrenzt. Es trägt das
Lämmchen, Symbol der eigenen Unschuld und dass das Mädchen sich selbst darum
kümmern muss, sich Geborgenheit zu schenken, indem es das Tier an sich drückt.
Das Leben ist nicht fair.</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div>

<div><span class="fs15lh1-5">Gott schenkt reich, heißt es im Predigttext.
Aber damit ist Unfaires nicht gemeint, denn Gott schenkt keine Belastung und
Trübsal. Was anderes könnte also gemeint sein? Hören wir den Nachsatz zu der
Aussage 'Gott schenkt reich': »<i>Großzügig schenkt er den Bedürftigen, was sie
brauchen; auf seine Barmherzigkeit kann man immer zählen</i>.« Gott ist zur
Seite, gerade wenn wir bedürftig sind und Mitgefühl brauchen. Von ihm kann ich
mir nehmen, dass ich geliebt bin und wert bin, Geborgenheit erleben zu dürfen
und mich entfalten zu können.</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div>

<div><span class="fs15lh1-5">Kinder finden ihre Tröstungen mit Tieren wie
hier das Mädchen mit dem Lämmchen; durch Erlebnisse mit anderen Kindern; mit
verständnisvollen Verwandten; mit staunenden Betrachtungen in Wiesen und
Wäldern. Erst als Jugendliche oder junge Erwachsene sind wir in der Lage,
unsere Kindheitserlebnisse wie von außen zu betrachten. Uns Gedanken zu machen
darüber, welche Gefühle und welche Entwicklungen in unserer Kindheit gefehlt
haben. Den Mut zu diesen Gedanken und Gefühlen können wir nehmen aus dem spirituellen
Bewusstsein, dass wir von Gott geliebt sind; dass wir es wert sind,
Geborgenheit zu erleben und uns entfalten zu dürfen.</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5">Und auf dem Weg ins Erwachsenendasein treffen
wir Menschen, die wirklich an uns interessiert sind: Freunde, Paten oder
Patinnen, Erzieherinnen, Lehrer, Seelsorger, Ausbilder, Arbeitskollegen … . Wir
können mit ihnen wesentliche Gespräche führen, uns in unserem eigentlichen
Selbstwert bestätigt fühlen, uns ein Recht zugestehen auf unsere vitalen und
sozialen Bedürfnisse, uns abgrenzen lernen gegenüber Menschen in und außerhalb
der Familie, die uns nicht gut tun, das innere traurige Kind selbst in den Arm
nehmen, selbstbewusste Denkmuster entwickeln und uns so aufstellen, dass wir
uns selbst und andere lieben. Manchmal ist das ein sehr langer Weg. Aber wir
fühlen uns reich beschenkt, wenn mehr Leben in unser Leben einkehrt. Wenn wir
auf Früchte unserer Ernte schauen, dass wir mitfühlender mit uns selbst und mit
anderen umgehen können, uns barmherziger annehmen können mit unseren Defiziten,
deutlicher aussprechen können, was wir uns wünschen. Früchte solcher Ernte
stimmen uns dankbar und vielleicht auch versöhnlich mit unserer eigenen
Geschichte in der Kindheit, mit dem Leben unserer Familie.</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5"> </span></div>

<div><span class="fs15lh1-5">Liebe Gemeinde, eine Rückschau bis hinein in unsere
Kindheit kann sehr hilfreich und entscheidend sein. Es ist ein Wendepunkt zu
erkennen, dass Ungereimtheiten unserer Werdung nicht mehr unsere Eltern
ausgleichen können, sondern nur wir selbst. Unser Glaube kann uns das
spirituelle Bewusstsein schenken: Wir sind durch Gott innig geliebt und können
uns würdig fühlen, uns selbst Gutes zu gönnen. Natürlich auch anderen Gutes zu
tun. Wenn wir uns beim heutigen Erntedankfest in diesem Kirchenraum umschauen,
dann lächelt vielleicht unser</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5"> Herz
dankbar, dass wir nicht allein unseren Weg der Selbstwerdung weitergehen.
Erntedank feiern heißt in diesem Sinne auch, Dank zu empfinden für
Gemeinschaft. Das Mädchen auf <u>diesem Bild</u> ist allein, kein Mensch ist in
der Nähe sichtbar, sie hält nur das Lämmchen im Arm. Gemeinschaft, wenn sie
geprägt ist von herzlichen Menschen guten Willens, ist Heilung, ist eine
Freude. Danke, dass Sie da sind!</span></div>

<div><span class="fs15lh1-5"> Amen</span></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 04 Oct 2020 19:23:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/files/vernissage---Kopie_thumb.jpg" length="427152" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/?gott-schenkt-reich</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.kreuzkirche-lueneburg.de/blog/rss/000000017</guid>
		</item>
	</channel>
</rss>